Kann Kunst eine Technologie sein? Stahl ein romantischer Datenträger? Es ist die Widersprüchlichkeit eines bewusst offen gehaltenen klanglichen Experimentierfeldes, mit dem der knapp 30jährige Offenbacher Anthony Rother sein neuestes Baby direkt aus seinem PSI-Studio auf die Reise schickt. Nach einem mit Rothers neuem Label Datapunk extrem erfolgreichen Jahr 2004 (u.a. Platz Eins in der Raveline-LP-Jahrescharts sowie Platz Drei der Groove-Jahrescharts für Rothers "Popkiller") beleuchtet »Art Is A Technology« eine gänzlich andere Seite des Elektro-Botschafters. Mit einer unverkennbaren Begeisterung für die synthetisierten Soundscapes eines John Carpenter bedienen die 13 Parts von »Art Is A Technology« nicht nur das Kopfkino, sondern eröffnen mit ihrer Reduktion auf klar strukturierte Sequencerlinien und sparsame Atmosphären ein absolut neuartiges musikalisches Handlungsfeld. "
»Art Is A Technology« ist nicht zuletzt in meinem Studio eigentlich in einem Live-Jam entstanden, aber soll natürlich als Debüt meines neuen Labels Stahl auch anzeigen, wohin die Reise geht: Reduktion auf eine Strenge, die aber trotzdem die Romantik des Elektronikers in sich trägt." (A. Rother)
Auf Stahl werden auch in Zukunft in unregelmäßiger Folge weitere elektronische Klangexperimente von Anthony Rother auf CD sowie als auf 500 Exemplare limitierte und nummerierte Vinyl-Editionen erscheinen. Stahl versteht sich aber nicht zuletzt auch als Plattform für befreundete Produzenten, die jenseits des Funktionalismus und des Beats der Tanzfläche elektronische Musik weiterbringen wollen. Und damit letztlich eine Brücke bauen aus Metall und Gedanken.